Die Zuchtperlen
Akoya - Zuchtperle - die klassische Form der Zuchtperle
Ein runder Kern aus Perlmutt wird in die Muschel eigesetzt; dadurch ist bereits die runde Form der Perle praktisch vorgegeben. Die natürlichen Farben sind weiss, rosé, creme, gold und grau, selten kommt ein lichtes grün vor. Blaugraue und schwarze Akoya Perlen sind gefärbt. Akoya-Perlen mit einem Durchmesser über 9 cm zu züchten ist sehr schwierig, daher auch sehr selten und kostspielig.
Biwa - Zuchtperle
Die Biwa-Zuchtperle hat ihren Namen vom Biwa-See bei Kyoto; dort wurden die kernlosen Perlen ursprünglich gezüchtet. Durch das Einpflanzen von Fremdgewebeteilchen in beide Hälften des Mantelgewebes der Biwa-Auster (Hyriopsis Schlegeli) enstehen auch unregelmäßig geformte Perlen. Die Farben sind weiss-rosé, lachsorange, gold-braun oder grau. Grössere Biwa-Perlen ab 8 mm Durchmesser erfordern einen Kern.
China - Zuchtperle
Ähnlich wie die Biwa-Perle ist die China-Zuchtperle eine kernlose Süsswasser-Zuchtperle. Hier ist allerdings die Oberfläche unregelmäßiger und es gibt eine weitaus grössere Farbenvielfalt mit vielen zarten Naturfarben.
Keshiperle
Die Keshiperlen wachsen im Salzwasser in der Akoya - Auster und der silberlippigen Südsee Auster heran. Sie entstehen zufällig oder wenn die Auster den eingepflanzten Kern abstoßen kann. Perlmutt umkapselt dann die zurückbleibenden Gewebeteilchen. Die Farben entsprechen der ihr verandten Akoya - Zuchtperle. Die Keshi - Zuchtperle entsteht durch das Entfernen eines Mantelstückes, so dass das Eindringen von Fremdkörpern erleichtert wird.
Mabe - Zuchtperle
Die Mabe - Zuchtperle ist eine Halbperle und wächst in der schwarzgeflügelten Mabe Pteria Penguin, einer Austernart, heran. Sie entsteht, wenn eine Hohlhalbkugel zwischen Schale und Mantel der Muschel eingepflanzt wird. Die Hohlhalbkugel wird nach der Ernte durch eine Perlmutthalbkugel ersetzt. Deshalb haben Mabeperlen auch eine flache Rückseite und sehen manchmal aus wie eine halbe Perle. Sie werden hauptsächlich für Ringe oder Ohrringe verwendet, da dort die Rückseite nicht sichtbar ist. Edles Silbergrau, aber auch rosé, gold, grau oder dunkelgrau kommen vor. Etwa 95% der begehrten schwarzen Südseeperlen kommen aus Tahiti, der Hauptheimat der schwarzlippigen Perlenauter Pinctada Margartifera.
Südsee - Zuchtperle
Die silberlippige Perlauster Pinctada Maxima lebt in den Südseegewässern Burmas, Australiens, Tahitis, Thailands, Indonesiens, Neuguineas und den Philippinen. Zwischen ihren Schalen entsteht einer der teuersten aller Zuchtperlen - nämlich die Südsee Zuchtperle. Der Schwerpunkt der Züchtung liegt an der Nordküste Australiens, weshalb diese Perlenart auch Austral-Zuchtperle genannt wird. Sie wird überwiegend in den Grössen über 10 mm gezüchtet.
Die Pflege
* Die Aufbewahrung von Perlen sollte getrennt von anderem Schmuck erfolgen - idealerweise in einem Stoffbeutel oder in einem weichen Tuch eingewickelt. So kann sie nicht zerkratzt werden.
* Deodorants, Parfum, Kosmetika und Haarspray greifen die Perle an und lagern sich kaum entfernbar auf der Oberfläche ab. Perlenschmuck sollte daher grundsätzlich erst nach dem Schminken und Frisieren angelegt werden. Auch zum Friseurbesuch bitte den Perlenschmuck ablegen.
* Haushaltsarbeiten mit angelegtem Perlenschmuck mag zwar ganz chic sein, bekmmt aber den Perlen nicht. Abgesehen von der mechanischen Beschädigung durch harte Gegenstände wirken die scharfen Haushaltsreiniger extrem auf die seidige Oberfläche der Zuchtperle ein.
* Nach dem Tragen die Kosmetika- und Schweißspuren mit einem weichen, feuchten Tuch von den Perlen entfernen